•  Die Studie zeigt, dass Fussball die regionale Infrastruktur und Wirtschaft verbessert
  • Das führt dazu, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre ganze Städte im Umfeld von „Superstadien” entstehen werden
  • In Europa bewirken bestehende Fussballstadien bereits jetzt Investitionen von durchschnittlich 665 Millionen Schweizer Franken in das umgebende Stadtgebiet
  • Champions-League-Finalspiele bringen positive wirtschaftliche Impulse in die jeweiligen Städte; die Transaktionen an den Spieltagen der Finalspiele sind doppelt so hoch wie sonst
  • Jeder fünfte Befragte glaubt, dass Fussball ein effektiveres Mittel für den Zusammenhalt einer Gemeinschaft darstellt als Religion

Zürich, den 20.05.2019 – Europäische Fussballstadien haben eine Reihe von positiven Effekten auf die involvierten Städte. Das besagt eine neue internationale Studie, die von Mastercard in Auftrag gegeben wurde. Im Durchschnitt fliessen durch neue Stadien 665 Millionen Schweizer Franken in die umliegenden Gemeinden und diese Investitionen sorgen dabei unter anderem für eine verbesserte Infrastruktur und höhere Beschäftigung.

Die von Mastercard in Auftrag gegebene und von Paul Fletcher, Mitbegründer des University Campus of Football Business, verfasste Studie hat Dutzende neuer und aufstrebender Stadien in Städten untersucht, die an der UEFA Champions League teilnehmen. Zusätzlich wurden 2.000 Europäer befragt, die in der Nähe eines bereits bestehenden Stadions leben.*

Die Untersuchungen führen zu der Annahme, dass wir bis zum Jahr 2060 europäische Smart Cities erwarten können, die um sogenannte «Superstadien» herum erbaut werden und dabei Platz für über 200.000 Einwohner bieten. Diese technologisch fortschrittlichen Stadien werden das Zentrum der Städte widerspiegeln und über 800 Millionen Euro kosten. Zusätzlich werden um die Stadien herum eine intelligente Verkehrsinfrastruktur sowie Schulen, Krankenhäuser, Geschäfte und sogar eine eigene Polizei entstehen.

Die Studie von Mastercard untersuchte zudem die Ausgaben in den Gastgeberstädten der UEFA Champions League-Finalspiele der letzten zehn Jahre. Die Analyse ergab, dass während der Spieltage in London, Mailand und Kiew doppelt so viele Transaktionen durchgeführt wurden wie an dem jeweiligen Tag ein Jahr zuvor. Das Team um Paul Fletcher, das die Studie durchgeführt hat, ist der Ansicht, dass in Zukunft das Wachstum der Fussballstadt und der Erfolg der jeweiligen Mannschaft miteinander verbunden sein wird.

Gemäss der Analyse wird in weniger als fünfzig Jahren die erste Fussballstadt in einem unbebauten Gebiet eines EU-Landes gebaut sein, weniger als 80 Minuten vom zweitgrössten oder drittgrössten Flughafen des Landes entfernt. Die wichtigsten Standort-Faktoren sind freie Flächen und ein Ort, an dem Fussballfans bislang neutral sind.

Diese neue Art von Stadium könnte ein multifunktionaler Veranstaltungsort sein, der Hotel, Universität, Studentenunterkünfte, ein medizinisches Zentrum, eine Konzertbühne im Innen- und Aussenbereich und eine überdachte Sportarena mit Basketball, Tennis und Boxring umfassen könnte. Ein solches Stadium könnte auch ein Zentrum für E-Sport, Ausstellungen und Konferenzräume beinhalten.

Die Stadien werden von zahlungskräftigen Investoren finanziert werden, da die Studie besagt, dass die Nachfrage nach einem eigenen Club bald das bestehende Angebot übersteigt. Daher werden sich laut der Studie die Abramovichs der Zukunft eher der Gründung neuer Vereine sowie dem Wiederaufbau nicht mehr bestehender Clubs widmen. Während Bauten dieser Grössenordnung mitunter auf Proteste stossen, gehen die Autoren der Studie davon aus, dass eine Fussballstadt von den ansässigen Bürgern begrüsst wird. Die Wissenschaftler verweisen auf jüngste Erfolgsgeschichten wie die Football Academy in Manchester City, durch die 6.000 neue Wohnungen in der Stadt errichtet wurden, oder das Emirates Stadion von Arsenal, das London mit 3.000 zusätzlichen Wohnungen versorgte, von denen 40 Prozent erschwinglicher Wohnraum waren.

Die Kluft im Wohnungsmarkt zu überbrücken ist zurzeit schwieriger denn je. So gaben über 50 Prozent der Befragten an, dass sie es sich nicht leisten könnten, eine Immobilie ohne eine erschwingliche Wohnungsbauförderung zu kaufen. Diese Förderung kann durch lokale Gemeindeinitiativen, wie beispielsweise die Entwicklung von Fussballstadien, generiert werden.

Daniela Massaro, Country Managerin von Mastercard Schweiz, sagt: «Durch unser kontinuierliches Sponsoring der UEFA Champions League ist unsere Liebe zum Fussball stetig gewachsen. Wir erleben schon heute, wie der Fussball einen Beitrag dazu leistet, die smarten Städte von morgen zu gestalten. Für die Fans kann es sich dann so anfühlen, als würde sich ihr Leben um ihren Verein drehen. Wir denken, einem Team bei seiner Gründung beizutreten, wird eine tolle neue Erfahrung für alle Fans dieses wunderbaren Spiels sein.»

Die neue Studie kam auch zu dem Ergebnis, dass der Sport das wirksamste Mittel zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls und der Gruppenzugehörigkeit ist. Fast jeder fünfte Befragte (17 Prozent) nannte Fussball als Hauptgrund für ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gemeinschaft. Verglichen dazu, gab nur jeder Zehnte (10 Prozent) an, das Gefühl resultiere aus einem gemeinsamen Religionsverständnis. Mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) ist der Meinung, dass Fussball, noch vor dem üblichen Smalltalk, in der örtlichen Kneipe das meistdiskutierte Thema ist.

Paul Fletcher, der die Studie verantwortet, ist nach sechzehn Jahren als Profifussballer heute einer der führenden Stadion-Experten Europas. Er ist ehemaliger Geschäftsführer des Reebok Stadions von Bolton, des McAlpine Stadiums in Huddersfield und war zuvor kaufmännischer Leiter des Wembley Stadions. Er sagt: «Der Fussball wird von Millionen geliebt und das bemerkenswerteste Ergebnis unserer Studie ist, wie stark er als Instrument zur Förderung des Wachstums und dem Aufblühen von Gemeinschaften sein kann. Fussball muss im Zentrum der Stadt stattfinden und nicht auf der grünen Wiese 10 Meilen ausserhalb der Stadt, das funktioniert einfach nicht.»

Mastercard Smart Cities

Mastercard unterstützt Städte weltweit dabei, smarte Lösungen für die Einwohner und Besucher zu entwickeln. Innovative Bezahllösungen und Partnermodelle stehen im Mittelpunkt der Smart Cities und haben das Potenzial, den Alltag der Menschen und die Erlebnisse in den Städten zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet bereits mit über 150 Städten zusammen – darunter mit London, Tallin und Prag – um Einwohnern, Besuchern und kleinen Unternehmen einen besseren Zugang zu den wichtigsten Bedürfnissen wie Verkehr, Bildung, Beschäftigung und Finanzdienstleistungen zu ermöglichen.

In der Schweiz kooperiert Mastercard zum Beispiel mit dem Stade de Suisse in Bern und der Tissot Arena in Biel. Beide Stadien wurden mit bargeldloser Bezahlinfrastruktur ausgerüstet, um so den Fans des BSC Young Boys, des EHC Biel und anderen Besuchern ein noch besseres Sporterlebnis zu bieten. „Auf dem Rasen und im Stadion wollen wir unseren Fans beste Qualität bieten. Deswegen freuen wir uns besonders, dass unsere Besucher dank der bargeldlosen Bezahlinfrastruktur jetzt schnell und kontaktlos mit ihrer Karte, Smartwatch oder ihrem Smartphone bezahlen können. Das reduziert die Wartezeit, sorgt für mehr Umsatz und zufriedene Besucher“, sagt Wandja Greuel, CEO des BSC Young Boys.
Daniel Villard, CEO des EHC Biel: „Eishockey geniesst in der Schweiz hohe Beliebtheit. Entsprechend ist die Stadionauslastung hoch und wir wollen unseren Fans in den Spielpausen gute und schnelle Verpflegungsmöglichkeiten bieten. Unsere Besucher schätzen es sehr, kontaktlos zahlen zu können, weil es praktisch ist und den Bezahlprozess stark verkürzt. Dies wirkt sich auch positiv auf unsere Umsätze aus.“

 Redaktionelle Hinweise

*Umfrage im Auftrag von Mastercard mit 2.000 Teilnehmern

Paul Fletcher hat die neue Stadt «Assoc» getauft und spielt damit auf den formalen Namen des Spiels an: Association Football (im Unterschied zum Rugby Football).

 

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 Über den University Campus of Football Business

UCFB ist eine Weltneuheit in der Hochschulbildung und bietet Universitätsabschlüsse von ikonischen Campussen wie Wembley- und Etihad-Stadien. Der Campus hat Qualifikationen entwickelt, die es den Beschäftigten der Fussballindustrie ermöglicht, ihre Karriere voranzutreiben. Zudem öffnet es Zugänge für diejenigen, die ihre Ambitionen verfolgen wollen, im globalen Fussballmarkt mit einem Volumen von mehreren Milliarden Pfund zu arbeiten.