•  Neue Service-Plattform hilft Finanzinstituten und Drittanbietern bei der Gestaltung ihrer Open Banking-Zukunft
  • Eine Untersuchung der Unternehmensberatung Ovum* belegt, dass Kooperationen im digitalen Ökosystem nötig sind, um technische Herausforderungen zu bewältigen
  • Während die große Mehrheit der Europäer wenig über die europäische Open Banking-Initiative der EU weiß (85 Prozent), würde fast jeder Zweite (43 Prozent) Services begrüßen, die durch Open Banking ermöglicht werden

 

Amsterdam/Frankfurt, 4. Juni 2019 – Mastercard hat heute eine Reihe von neuen Open Banking-Lösungen vorgestellt, die den Einsatz einer größeren Auswahl an Finanzdienstleistungen im europäischen Open Banking-Ökosystem ermöglichen werden. Die vier Lösungen, die Finanzinstitute und Drittanbieter bei der Gestaltung ihrer Open Banking-Zukunft unterstützen sollen, lauten wie folgt:

  • Open Banking Connect – Eine einzige Verbindung zur Open Banking-Schnittstelle von Finanzinstituten, damit Drittanbieter schnell und skalierbar marktfähig sind.
  • Open Banking Protect – Echtzeit-Überprüfung des Registrierungsstatus der Drittanbieter in Kombination mit einem Monitoring- und Warnsystem, um das Risiko von Haftung und Betrug zu reduzieren.
  • Open Banking Resolve – Ein zentraler Dienst zur Untersuchung und Beilegung von Streitfällen, der für Klarheit, Konsistenz und Transparenz sorgt.
  • Open Banking Consulting Services – Beratung und operative Unterstützung der Finanzinstitute bei der Definition und Umsetzung ihrer Open Banking-Strategie.

Erste Partner haben bereits Absichtserklärungen unterzeichnet. Es sind die Unternehmen Kikapay, Streeva, Tribe Payments, Alior Bank sowie DiPocket, ein Anbieter von mobilen Zahlungsapps. Alle Partner stammen aus den Startmärkten Großbritannien und Polen. Die Vereinbarungen zeigen, dass sich der Fokus auf Open Banking-Lösungen in ganz Europa und in der globalen Zahlungsverkehrsbranche verstärkt.

Die neuen Lösungen von Mastercard werden durch aktuelle Analysen des Beratungsunternehmens Ovum unterstützt. Der Report von Ovum kommt zu dem Schluss, dass alle Marktteilnehmer kooperieren müssen, damit die Versprechen von Open Banking eingehalten werden können. Dabei gehe es insbesondere darum, die technischen Herausforderungen in drei Schlüsselbereichen anzugehen:

  1. Entwicklung standardisierter Mechanismen für die Interaktion zwischen Banken und Drittanbietern
  2. Etablierung von adäquaten Lösungen für Ökosysteme, um Betrugsfälle zu minimieren
  3. Klarheit und Konsistenz bei der Verwaltung von Anfragen und der Beilegung von Streitigkeiten schaffen

Damit eine flächendeckende Einführung von Open Banking möglich ist, müssen die Verbraucher über die potenziellen Vorteile aufgeklärt werden, so der Report. In einer europaweiten TNS Kantar-Studie, die Akzeptanz und Nutzung neuer Angebote im Finanzbereich sowie Open Banking beleuchtet, sagte die große Mehrheit der Befragten (85 Prozent), dass sie bislang wenig über Open Banking wissen.** Gleichzeitig würde fast jeder Zweite (43 Prozent) Services begrüßen, die durch Open Banking ermöglicht werden, wie zum Beispiel eine App, die die Finanzen von mehreren Bankkonten zusammenführt und verwaltet. Banken sollten deshalb darüber nachdenken, wie sie ihren Kunden helfen können, Lösungen zu entdecken und zu nutzen, die sich zum einen als sicher und zuverlässig erwiesen haben und gleichzeitig eine nahtlose Ergänzung zum Gesamterlebnis darstellen. Sowohl Fintechs als auch traditionelle Finanzinstitute müssen Vertrauen durch eine Reihe von Regeln und Mechanismen schaffen, die gemeinsam vereinbart und überwacht werden. Dabei besitzen Banken den Vorteil, dass sie bei weitem die vertrauenswürdigste Quelle der Verbraucher sind, wenn es um Informationen zur Geldverwaltung geht. 70 Prozent der Europäer vertrauen Banken, so die TNS Kantar-Studie.

In einem für Open Banking entscheidenden Jahr unterstützen Mastercard Open Banking Solutions Finanzinstitute und Drittanbieter, die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen. In Großbritannien hat Open Banking in den letzten Monaten erheblich an Dynamik gewonnen. Das hat vor allem zwei Gründe: Die Leistungen der Banken-APIs haben sich deutlich verbessert und eine wachsende Anzahl neuer Drittanbieter und Fintechs ist mit innovativen Lösungen in den Markt eingestiegen. Die jüngsten OBIE-Daten vom März 2019 zeigen einen Anstieg der Nutzung von Open Banking-Dienstleistungen gegenüber dem Vormonat um fast 30 %. Es wird erwartet, dass das bemerkenswerte Wachstum auch in Europa voll zum Tragen kommen wird, wenn die neue Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) im September 2019 in vollem Umfang in der EU in Kraft tritt.

 

Jim Wadsworth, SVP Open Banking bei Mastercard, sagt:

„Finanzinstitute und Drittanbieter in ganz Europa und darüber hinaus prüfen, wie sie Open Banking nutzen können, um ihr Geschäft auszubauen und gleichzeitig ihre Kunden besser zu bedienen zu können. Daher ist der Bedarf an vertrauenswürdigen Partnern mit internationaler Reichweite und Spezialisierung auf Sicherheits- und Zahlungstechnologien offensichtlich. Mit Hilfe unserer Lösungen werden wir den Sektor fachkundig beraten und technologisch auf dem neuesten Stand halten. Sie werden zudem den Nutzern die Sicherheit bieten, die nötig ist, damit sie die Einführung von Open Banking unterstützen.“

 

Alex Reddish, Chief Commercial Officer bei Tribe Payments, sagt:

„Bei Tribe Payments sind wir bestrebt, unseren Partnern erstklassige Lösungen anzubieten und suchen zunehmend nach Produkten, die Probleme lösen und einen Mehrwert für unsere Partner schaffen. Wir betrachten Open Banking als eine bedeutende Chance. Es gibt jedoch noch immer Herausforderungen im Ökosystem, weshalb wir Mastercard Open Banking Solutions nutzen. Die umfassende Expertise von Mastercard im Betrieb und der Unterstützung globaler Bank- und Zahlungssysteme gibt uns die Sicherheit und Glaubwürdigkeit, sichere Transaktionen durchzuführen, z.B. durch den Einsatz von Betrugsüberwachungs- und Echtzeit-Verifikationstools. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Mastercard und dass wir diese Lösungen unseren Partnern anbieten können.”

 

Referenzen

*Das Versprechen von Open Banking einhalten. White Paper von Ovum. Mai 2019. Ovum führte eine Reihe von Interviews mit Protagonisten aus der gesamten Wertschöpfungskette durch – von Banken, Regulierungsbehörden, mit Personen, die an der Entwicklung von Standards beteiligt sind, sowie aus dem Fintech-Bereich.

 

**Über die europäische Digital-Banking-Studie

Nach einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2017 in elf Ländern wurde die aktuelle Studie vom 30.04.2019 bis 08.05.2019 von TNS Kantar im Auftrag von Mastercard durchgeführt. 11.014 Personen aus den folgenden elf Märkten haben an der Befragung teilgenommen: Bulgarien (1000), Deutschland (1002), Frankreich (1000), Großbritannien (1000), Italien (1001), Niederlande (1001), Polen (1001), Schweiz (1004), Spanien (1004), Russland (1001) und Ungarn (1000).

 

Über Mastercard

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